Nachdenkliches zur Fastenzeit: Woche 1
Ohne Energieverschwendung leben
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| Woche 1 vom 5. (Aschermittwoch) bis zum 11. März 2003 |
Immer noch aktuell: Aus der Fastenaktion der EKiR 2002
Wenn du Gottes Garten bebaust, sollst du diesen Eingriff mit Liebe gestalten. Bedenke, dass Gottes Schöpfung über deinen Nutzen hinausgeht, dass dir wesentliche Zusammenhänge verborgen bleiben könnten. Sorge dafür, dass der ursprüngliche Zustand mit vertretbarem Aufwand wiederhergestellt werden kann.
Gottes Schöpfung birgt die Fülle allen Lebens, wir bewundern gerne ihren Reichtum, ihre verschwenderische Vielfalt. Wir erwarten den Frühling, in dem die Blüten nicht nach der Anzahl der Früchte des Sommers abgezählt sind. Im Herbst leistet sich die Natur die Freigebigkeit, das Gewachsene nicht für sich behalten zu wollen, im Winter eine produktive Auszeit. Die Sonne strahlt für all das einen Überfluss an Energie zur Erde, im Verlauf der Jahreszeiten mehr als das 10.000fache dessen, was die Menschheit heutzutage verbraucht.
Wenn Gottes Schöpfung so freigebig ist,
weshalb dann mit Energie sparsam sein?
- Mehr als 90% unseres Energieverbrauchs wird noch nicht aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse gewonnen, sondern aus den erschöpflichen Vorräten von Öl, Gas und Kohle oder aus Atomkraft. Wer weniger verbraucht, verringert klimaschädliche Abgase und atomare Risiken bzw. verhilft den unerschöpflichen Energien schneller zu einem höheren Anteil.
- Eine Vielzahl internationaler Konflikte ist durch Konkurrenz um Ressourcen der Schöpfung motiviert. Wer pfiffige verbrauchsarme statt simple energieintensive Lösungen wählt, trägt zum Frieden bei, fördert lokale Arbeitsplätze statt globales Monopoly.
- 20% der Weltbevölkerung in den Industriestaaten verbrauchen 80% des aus der Schöpfung geschenkten Wohlstands, wozu wesentlich der Komfort des Energiekonsums gehört. Wer in den Industrieländern weniger verbraucht, hilft gerechter zu teilen.
Wer die Gaben von Gottes Schöpfung mit Überlegung und Sparsamkeit nutzt, hilft Frieden mit der Mitwelt und die Chancen kommender Generationen zu wahren.
