Kirchliches Umweltmanagement
Kirchliches Umweltmanagement ist abgeleitet aus dem EG-Industriestandard nach EMAS (Eco Management and Auditscheme).
Dieses Verfahren wurde in einem ökumenischen Pilotversuch im süddeutschen Raum von 16 kirchlichen Einrichtungen und Gemeinden erfolgreich umgesetzt und schnell auf weitere Orte ausgeweitet. Zur Verminderung des bürokratischen und finanziellen Aufwands wurde für kleinere Einrichtungen ein kircheninternes Verfahren, der „Grüne Gockel“ bzw. der „Grüne Hahn“ geschaffen. Derzeit ist kirchliches Umweltmanagement bundesweit bei 177 Einrichtungen und Gemeinden eingeführt oder in Vorbereitung. Schwerpunkte bilden bisher die Gebiete der Kath. Diözesen Eichstätt und Rottenburg-Stuttgart sowie der Ev. Landeskirchen Baden, Bayern, Westfalen und Württemberg.
"Die Erde gehört Gott und was darinnen ist, der Erdboden und was darauf wohnt."
Dieses Zitat weist uns unsere Rolle klar zu: Für die Dauer unseres irdischen Lebens ehrliche Haushalter von Gottes Schöpfung zu sein und sie nachfolgenden Generationen so zu übergeben, dass sie in ihren Lebensmöglichkeiten nicht eingeschränkt werden.
Dabei geht es für Kirche im eigenen Tun um Glaubwürdigkeit, also den ethischen Anspruch der Schöpfungsbewahrung durch Glauben und Würde in Wort und Tat zu vertreten.
Fatal wäre es, wenn unser Wirken auf den Nenner zu bringen wäre: „Es war nicht eine unserer vordringlichsten Aufgaben, für die Schwestern und Brüder der nächsten Generationen das Notwendige zu tun, und insbesondere war es wirtschaftlich beim besten Willen nicht zu vertreten!“
Defizite beim Tun des Notwendigen entstehen häufig aus einer Kombination von Kommunikationsmangel und Überforderung der Akteure. Oft genug sind Umwelt-Aktivitäten „in der Expertenecke“ geblieben, haben nicht alle Beteiligten eingebunden, hinterließen nach dem Ausscheiden engagierter Einzelpersonen Motivations- und Wissenslücken.
Dieses Zitat weist uns unsere Rolle klar zu: Für die Dauer unseres irdischen Lebens ehrliche Haushalter von Gottes Schöpfung zu sein und sie nachfolgenden Generationen so zu übergeben, dass sie in ihren Lebensmöglichkeiten nicht eingeschränkt werden.
Dabei geht es für Kirche im eigenen Tun um Glaubwürdigkeit, also den ethischen Anspruch der Schöpfungsbewahrung durch Glauben und Würde in Wort und Tat zu vertreten.
Fatal wäre es, wenn unser Wirken auf den Nenner zu bringen wäre: „Es war nicht eine unserer vordringlichsten Aufgaben, für die Schwestern und Brüder der nächsten Generationen das Notwendige zu tun, und insbesondere war es wirtschaftlich beim besten Willen nicht zu vertreten!“
Defizite beim Tun des Notwendigen entstehen häufig aus einer Kombination von Kommunikationsmangel und Überforderung der Akteure. Oft genug sind Umwelt-Aktivitäten „in der Expertenecke“ geblieben, haben nicht alle Beteiligten eingebunden, hinterließen nach dem Ausscheiden engagierter Einzelpersonen Motivations- und Wissenslücken.
Was ist neu am Kirchlichen Umweltmanagement?Kirchliches Umweltmanagement hat 7 Erfolgsfaktoren. Jeder dieser Faktoren für sich alleine betrachtet ist nicht neu, da auch Bestandteil früherer Projekte. Neu ist die Kombination in einem ganzheitlichen Konzept:
- Beschluss der Gemeindeleitung zur Einführung, breite Beteiligung der Gemeinde an der Formulierung von Umweltleitlinien (offizielle Auftaktveranstaltung mit Ideensammlung).
- Verbindliche Festlegung der Umweltleitlinien und eines Umweltprogramms durch die Gemeindeleitung.
- Konsequente interne Kommunikation und Beteiligung aller Betroffenen am Aufbau eines Umweltmanagementsystems zur dauerhaften und kontinuierlichen Verbesserung.
- Dokumentation zur Gewährleistung von Transparenz und Vergleichbarkeit, so dass Externe oder auch neue Akteure mitwirken können.
- „Dranbleiben am Thema“, weil das System nichts „Aufgesetztes“ ist, sondern ein von allen Akteuren getragener Bestandteil des Alltagshandels.
- Übereinstimmung mit professionellen externen Vorgehensweisen und die Möglichkeit zur kircheninternen oder auch externen Zertifizierung.
- Ausführliche externe Berichterstattung in allen Phasen als Image- und Kommunikationsinstrument.
Die Ergebnisse des Kirchlichen Umweltmanagements können sich sehen lassen!
Die bisher schon beteiligten Gemeinden/Einrichtungen heben folgende positiven Erfahrungen hervor:
Die bisher schon beteiligten Gemeinden/Einrichtungen heben folgende positiven Erfahrungen hervor:
- Die örtlichen Aktivitäten werden durch ehrenamtliche Berater aus anderen Einrichtungen unterstützt.
- Je nach vorgefundenem Istzustand können zwischen 5 und 20% Einsparung bei Strom, Wärme, Wasser und Abfallmenge mit entsprechenden finanziellen Gewinnen erzielt werden.
- Durch resultierende Verhaltens- und Nutzungsänderungen sind Einsparungen auch mit gering investiven Maßnahmen möglich.
- Kirche hat in der Außenwahrnehmung an Glaubwürdigkeit und ökologischer Kompetenz gewonnen und konnte dadurch bisher nicht Beteiligte auf ehrenamtlicher Basis zur Mitwirkung motivieren.
Der Aufwand lohnt sich, denn die Zukunft ist schon morgen!
- Mit dem Abschmelzen von Eisbergen und Gletschern, dem gehäuften Auftreten von Hurrikans und Überschwemmungen wird endgültig klar, dass die CO2-Emmisionen nicht weiter ausufern dürfen.
- Die Erdölförderung wird durch schwindende Reserven schon in den kommenden Jahren stetig zurückgehen, während Länder wie China einen stark ansteigenden Bedarf haben: Überdurchschnittliche Preissteigerungen sind vorprogrammiert.
- Gerade in dieser Umwelt- und Energiesituation ist glaubwürdiges kirchliches Handeln gefordert.
