Kirchliches Umweltmanagement

EMAS-Logo Kirchliches Umweltmanagement ist abgeleitet aus dem EG-Industriestandard nach EMAS (Eco Management and Auditscheme). Dieses Verfahren wurde in einem ökumenischen Pilotversuch im süddeutschen Raum von 16 kirchlichen Einrichtungen und Gemeinden erfolgreich umgesetzt und schnell auf weitere Orte ausgeweitet. Zur Verminderung des bürokratischen und finanziellen Aufwands wurde für kleinere Einrichtungen ein kircheninternes Verfahren, der „Grüne Gockel“ bzw. der „Grüne Hahn“ geschaffen. Derzeit ist kirchliches Umweltmanagement bundesweit bei 177 Einrichtungen und Gemeinden eingeführt oder in Vorbereitung. Schwerpunkte bilden bisher die Gebiete der Kath. Diözesen Eichstätt und Rottenburg-Stuttgart sowie der Ev. Landeskirchen Baden, Bayern, Westfalen und Württemberg.
Kirum-Logo Was ist neu am Kirchlichen Umweltmanagement?
Kirchliches Umweltmanagement hat 7 Erfolgsfaktoren. Jeder dieser Faktoren für sich alleine betrachtet ist nicht neu, da auch Bestandteil früherer Projekte. Neu ist die Kombination in einem ganzheitlichen Konzept:
  1. Beschluss der Gemeindeleitung zur Einführung, breite Beteiligung der Gemeinde an der Formulierung von Umweltleitlinien (offizielle Auftaktveranstaltung mit Ideensammlung).
  2. Verbindliche Festlegung der Umweltleitlinien und eines Umweltprogramms durch die Gemeindeleitung.
  3. Konsequente interne Kommunikation und Beteiligung aller Betroffenen am Aufbau eines Umweltmanagementsystems zur dauerhaften und kontinuierlichen Verbesserung.
  4. Dokumentation zur Gewährleistung von Transparenz und Vergleichbarkeit, so dass Externe oder auch neue Akteure mitwirken können.
  5. „Dranbleiben am Thema“, weil das System nichts „Aufgesetztes“ ist, sondern ein von allen Akteuren getragener Bestandteil des Alltagshandels.
  6. Übereinstimmung mit professionellen externen Vorgehensweisen und die Möglichkeit zur kircheninternen oder auch externen Zertifizierung.
  7. Ausführliche externe Berichterstattung in allen Phasen als Image- und Kommunikationsinstrument.
Der Aufwand lohnt sich, denn die Zukunft ist schon morgen!
  • Mit dem Abschmelzen von Eisbergen und Gletschern, dem gehäuften Auftreten von Hurrikans und Überschwemmungen wird endgültig klar, dass die CO2-Emmisionen nicht weiter ausufern dürfen.
  • Die Erdölförderung wird durch schwindende Reserven schon in den kommenden Jahren stetig zurückgehen, während Länder wie China einen stark ansteigenden Bedarf haben: Überdurchschnittliche Preissteigerungen sind vorprogrammiert.
  • Gerade in dieser Umwelt- und Energiesituation ist glaubwürdiges kirchliches Handeln gefordert.

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