Partnerschaftstreffen 2011 in Köln
"Da wird auch dein Herz sein (Mt 6,21)". So lautet nicht nur das Kirchentagsmotto 2011 in Dresden, sondern auch das Motto der ökumenischen Partnerschaftsbegegnung im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch von Samstag, 21. Mai, bis Pfingstmontag, 13. Juni 2011.
Ökumenische Partnerschaftsbegegnung?
Schon in der Zeit von Pfarrer Heinz Aubel, von 1972 bis 1988 Superintendent im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch, entstand der Wunsch, dass der Kirchenkreis – wie andere auch – eine Partnerschaft mit einem Kirchenkreis aus der weltweiten Ökumene begründen sollte. Martin Kellert, lange Zeit Pfarrer in einer deutschsprachigen Gemeinde im Süden Brasiliens, und Roger Chao, damals Pfarrer in Köln-Mülheim und von Hause aus Taiwanese, motivierten die Mitglieder der Kreissynode, eine Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Burica in Brasilien und eine Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Kaohsiung im Süden von Taiwan einzugehen. Darüber hinaus sollte auch eine Partnerschaft mit einem Kirchenkreis entstehen, der mit der Evangelischen Kirche im Rheinland verbunden ist. Über die Vermittlung der Vereinten Evangelischen Mission, Wuppertal, kam dann der Vorschlag, mit dem Kirchenkreis Kalungu in der Republik Kongo eine Partnerschaft einzugehen.
Die ersten Taiwanesen kamen im Herbst 1989
Diese drei Partnerschaften wurden auf der Kreissynode im Jahr 1988 beschlossen. Und bereits im Herbst 1989 kamen die ersten Taiwanesen zu Besuch nach Köln, 1991 begannen die Kontakte mit Brasilien, 1992 mit Kalungu. "Da ein Kirchenkreis bzw. sein Vorstand überfordert ist, zu drei anderen Kirchenkreisen eine intensive Beziehung durch Besuche und Gegenbesuche sowie Briefkontakte auszuüben, haben sich drei Partnerschaftskreise gebildet, welche diese Aufgabe übernehmen", so Karl Schick, ehemaliger Superintendent des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch, Vorgänger von Superintendentin Andrea Vogel und Mitbegründer der ökumenischen Partnerschaftsbegegnung. Der „Arbeitskreis Taiwan“ ist übrigens in Porz angesiedelt, dort werden auch die Taiwanesen untergebracht.
Jubiläum: 20 Jahre Partnerschaft mit Brasilien
20 Jahre Partnerschaft mit Brasilien – das ist der Anlass, dass nun zum zweiten Mal (nach 2003) aus allen drei Erdteilen Vertreterinnen und Vertreter der Kirchenkreise im Rechtsrheinischen zu Gast sind. Ein wichtiger Teil der Begegnung wird der Besuch des Kirchentages in Dresden sein – deshalb auch das Leitmotiv. Es werden auch weitere Partnergemeinden des Kirchenkreises besucht, etwa Jacobsdorf (Partnergemeinde der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Höhenhaus) sowie einige Luther-Stätten, aber auch Begegnungen in Köln stehen auf dem Programm. Mit insgesamt 25.000 Euro hat sich der Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch für die internationale Zusammenarbeit mit seinen Partnerkirchenkreisen gerüstet. Das hatte die Kreissynode im letzten Herbst beschlossen. Ziel ist nach wie vor, die unterschiedlichen sozialen und gesellschaftlichen Verhältnisse des jeweils anderen Landes zu erleben. Dazu gehört auch, wie Kirche sich in ihrem Umfeld zeigt und wie sie sich als Mitglied der Gesellschaft definiert.
