Der Kirchenkreis Kaohsiung/Taiwan stellt sich vor

1. Werdegang der Missionsarbeit im südlichen Taiwan


Die christlichen Missionare begannen mit ihrer Arbeit im südlichen Taiwan im Jahr 1865. Dr. James L. Maxwell (1836-1921), ein britisch-presbyterianischer Missionar, der die medizinische Fakultät der Universität von Edinburg mit guten Noten absolvierte, reiste 1864 mit dem Schiff von Xiamen / China nach Taiwan, und begann seine Missionstätigkeit. Dr. Maxwell arbeitete sowohl auf medizinischem Gebiet, als auch indem er Menschen bekehrte. Er eröffnete ein Krankenhaus in Chi-ho, Kaohsiung, und gründete die erste christliche Gemeinde mit dem Namen "Chi-ho Kirche". In der Folge wurden durch den Einsatz von vielen Missionaren und das unerschütterliche Zeugnis der örtlichen Mitglieder Gemeinden an vielen Orten im Süden Taiwans gegründet.

2. Geschichte des Kirchenkreises Kaohsiung


Im Jahr 1926 gründete der Kirchenkreis Süd der Presbyterianischen Kirche von Taiwan seine vier regionalen Kirchen: Koshiung, Tainan, Chiayi und Taichung.
  1930 wurde der Kirchenkreis Süd umorganisiert zur Synode Süd. Und zwar wurden die 4 obengenannten regionalen Kirchen zu Kirchenkreisen. Am 21. Mai 1930 wurde der Kirchenkreis Kaohsiung etabliert, und zwar in der Peiyeitin Kirche, die später zur Yen-cheng Kirche wurde.
  Im Jahr 1895 wurde Taiwan zur japanischen Kolonie. Als 1941 der II. Weltkrieg (in Ostasien) ausbrach, wurden auf Anweisung der Regierung die Gottesdienste eingestellt und sowohl die Synode Süd als auch die Kirchenkreise aufgelöst.
  Die gleiche Regierung befahl 1943, die Generalversammlung der Kirchenkreise von Taiwan einzurichten. Als 1945 der Krieg beendet war, wurden die Kirchen wieder geöffnet und sowohl die Synode Süd als auch der Kirchenkreis Kaohsiung wieder errichtet.

3. "Double the Church Movement" (Kirchen-Verdoppelungs-Bewegung)


Im Jahr 1955, als die Prebyterianische Kirche von Taiwan das 90. Jahr seit dem Beginn der Missionstätigkeit erreichte, gab es noch viele Orte, in denen keine christlichen Gemeinden waren.
  Da begann unser Kirchenkreis das "Double the Church Movement". Diese Bewegung wurde später zu einer nationalen Kampagne und fand die Anerkennung der Generalversammlung. Von allen Kirchenkreisen, die sich an der Kampagne beteiligten, war unser Kirchenkreis der erste, der das Ziel erreichte, die Zahl der vorhandenen Gemeinden in Dörfern und Städten zu verdoppeln. Vor Beginn der Kampagne gab es nur 41 Gemeinden mit 15.515 Gemeindemitgliedern. Die Zahlen stiegen bis 1963 auf 85 Gemeinden mit 28.696 Gemeindemitgliedern. In der Geschichte unserer Missionstätigkeit auf der Insel Taiwan war das ein wunderbarer Rekord !

4. Unser Kirchenkreis wuchs und wurde geteilt


Im Jahr 1966 wurde als Folge der wachsenden Anzahl der Gemeinden im Kirchenkreis Kaohsiung mit Zustimmung der Generalversammlung der Kirchenkreis Pingtung gegründet. Er umfasst die 34 Gemeinden der Pingtung-Präfektur, die am Kaohsiung-Pingtung-Fluss liegen. Seit der Gründung des Pingtung-Kirchenkreises haben wir durch den herabströmenden göttlichen Segen einen außergewöhnlichen Fortschritt in unserem Kirchenkreis erlebt. Im Jahr 1972 stimmte die Generalversammlung dem Vorschlag zu, den Kirchenkreis Shou-shan zu gründen mit 17 Gemeinden und 18 Zweigstellen innerhalb seiner Grenzen. Seit 1978 kamen alle Gemeinden der Penghu- Präfektur unter die Zuständigkeit des Kaohsiung Kirchenkreises.

5. Die gegenwärtige Situation des Kirchenkreises


Von 1865 bis 2003 entstanden im südlichen Taiwan: 4 Kirchenkreise, 257 Gemeinden mit 65.362 Christen.
  Der Kirchenkreis Kaohsiung feiert im Jahr 2003 seine Gründung vor 73 Jahren. Er umfasst 67 Gemeinden (davon sind 56 selbstständige Gemeinden und 11 von diesen abhängig) mit 63 Pfarrern, die ihren Dienst in Kaohsiung und Penghu versehen. Jedes Jahr im Frühling und im Herbst finden Konferenzen statt, an denen die Pfarrer und Kirchenältesten von allen Gemeinden teilnehmen. Jedes Jahr wird auf einer dieser Konferenzen das Komitee gewählt, zu dem folgende Mitglieder gehören:
  Der Präsident, Vize-Präsident, Schriftführer und dessen Stellvertreter, die Mitglieder der Generalversammlung, die Synodalen des Kirchenkreises und die Finanzverwalter. Sie übernehmen die Verantwortung für die Evangelisation und planen die Aktivitäten im Namen der kürzlich gegründeten 14 Abteilungen des Kirchenkreises. Im Jahr 1984 kauften wir die Grundstücke, auf denen wir uns jetzt treffen.

6. Die Zukunfts-Aussichten für den Kirchenkreis


Mit Beginn des 21. Jahrhunderts sind wir uns vom Kirchenkreis sehr wohl bewusst, dass alle Gemeinden Antworten finden sollten auf die Einflüsse, die von der komplexen und sich schnell ändernden Gesellschaft auf die Christen zukommen. Daran arbeiten wir in diesem Jahrhundert. Dafür wird unser Kirchenkreis als erstes ein Programm entwerfen, um unsere Gläubigen im spirituellen Leben zu erneuern und zu stärken.
  Außerdem wollen wir Partnerschaften gründen mit Kirchen im internationalen Bereich. Indem wir das machen, wollen wir miteinander das teilen, was wir bei der Arbeit in Gottes Auftrag gelernt haben.

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