Sozialwort
'Es genügt nicht, das Handeln an den Bedürfnissen von heute
oder einer einzigen Legislaturperiode auszurichten ...'
Auf-Gelesenes und Wieder-Gegebenes aus dem 'Sozialwort' der Kirchen*
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Die Kirchen treten dafür ein, dass
einer zukunftsfähigenSolidarität und Gerechtigkeit als entscheidende Maßstäbe und nachhaltigen Wirt- schafts- und Sozialpolitik allgemein Geltung erhalten. |
Manche würden der regulativen Idee der Gerechtigkeit gern den Abschied geben. Sie glauben fälschlich,
ein Ausgleich der Inter- essen stelle sich in der freien Marktwirtschaft von selbst ein. |
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...dem Anliegen jener Gehör zu
der Armen, Benachteiligtenverschaffen, die im wirtschaft- lichen und politischen Kalkül leicht vergessen werden: und Machtlosen, der kommenden Generationen und der stummen Kreatur. |
Solidarität und Gerechtigkeit können nicht auf das eigene Gemeinwesen eingeschränkt, sie müssen welt- weit verstanden werden. Darum müssen zur
sozialen die ökologische und globale Verpflichtung hinzutreten. |
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Der soziale Ausgleich ist ein inte-
Wer das Prinzip einergraler Bestandteil des Konzepts der Sozialen Marktwirtschaft. begrenzten Korrektur der Einkommensverteilung in Frage stellt, stellt den Sozialstaat in Frage. |
Es gilt, in den Betrieben wie in der Gesellschaft die vorhandenen menschlichen Fähigkeiten, Ideen, Initiativen und
soziale Phantasie zum Tragen zu bringen und die Erneuerung der Sozialkultur zu fördern. |
| Grundbedingung für eine zukunfts- fähige Entwicklung ist die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen. Gerechte Ressourcennutzung muss sowohl unter der jetzigen Weltbe- völkerung als auch im Ablauf der Generationen gewährleistet sein. |
Die Kirchen dürfen sich nicht in einer Nische der pluralistischen Gesellschaft mehr oder weniger bequem einrichten. Ihre Verkündigung muss sich auch darin bewähren, dass sie Ferment einer gerechten und solidarischen Gesellschaftsordnung wird. |
