Sozialwort

'Es genügt nicht, das Handeln an den Bedürfnissen von heute
oder einer einzigen Legislaturperiode auszurichten ...'

Auf-Gelesenes und Wieder-Gegebenes aus dem 'Sozialwort' der Kirchen*

Die Kirchen treten dafür ein, dass
Solidarität und Gerechtigkeit
als entscheidende Maßstäbe
einer zukunftsfähigen
und nachhaltigen Wirt-
schafts- und Sozialpolitik
allgemein Geltung erhalten.
Manche würden der regulativen
Idee der Gerechtigkeit gern
den Abschied geben.
Sie glauben fälschlich,
ein Ausgleich der Inter-
essen stelle sich in der freien
Marktwirtschaft von selbst ein.
...dem Anliegen jener Gehör zu
verschaffen, die im wirtschaft-
lichen und politischen Kalkül
leicht vergessen werden:
der Armen, Benachteiligten
und Machtlosen, der kommenden
Generationen und der stummen Kreatur.
Solidarität und Gerechtigkeit können
nicht auf das eigene Gemeinwesen
eingeschränkt, sie müssen welt-
weit verstanden werden.
Darum müssen zur
sozialen die ökologische und
globale Verpflichtung hinzutreten.
Der soziale Ausgleich ist ein inte-
graler Bestandteil des Konzepts
der Sozialen Marktwirtschaft.
Wer das Prinzip einer
begrenzten Korrektur der
Einkommensverteilung in Frage
stellt, stellt den Sozialstaat in Frage.
Es gilt, in den Betrieben wie in der
Gesellschaft die vorhandenen
menschlichen Fähigkeiten,
Ideen, Initiativen und
soziale Phantasie zum Tragen
zu bringen und die Erneuerung
der Sozialkultur zu fördern.
Grundbedingung für eine zukunfts-
fähige Entwicklung ist die
Erhaltung der natürlichen
Lebensgrundlagen.

Gerechte Ressourcennutzung muss
sowohl unter der jetzigen Weltbe-
völkerung als auch im Ablauf der
Generationen gewährleistet sein.
Die Kirchen dürfen sich nicht in
einer Nische der pluralistischen
Gesellschaft mehr oder weniger
bequem einrichten.
Ihre Verkündigung muss sich auch
darin bewähren, dass sie Ferment
einer gerechten und solidarischen
Gesellschaftsordnung wird.

* Wort des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland (1997)

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Mit 'gut statt viel'

Leitbilder

'Sustainable development' (nachhaltige/ dauerhaft-umweltgerechte/ zukunftsfähige Entwicklung) ...
24 Wendeszenen aus der Studie "Zukunftsfähiges Deutschland" (1996)
Wort des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland (1997)
10 Punkte für Nachhaltige Entwicklung Auszüge aus einem Papier des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungs-Organisationen e.V.