Der Kirchenkreis Kalungu/Kongo stellt sich vor

Die baptistische Kirche in Zentralafrika – Communauté Baptiste au centre de l’Afrique – CBCA ...


... entstand aus der Mission baptistischer Kirchen aus Amerika und ist als CBK - Baptistische Kirche im Kivu - seit 1960 selbstständig, Ihr Logo: Jesus, das Alpha und Omega all unserer Aktivitäten. Ihr Auftrag: Den ganzen Menschen erreichen, unterrichten, ausbilden, ihm dienen, dem Körper, der Seele, dem Geist. Dazu gehört von Anfang an ein politisches Engagement. Ihre Heimat ist der Osten der demokratischen Republik Kongo, vormals Zaire. Der Sitz der Kirchenleitung liegt in Goma, nahe der Grenze zu Ruanda. Die CBCA hat 112.000 getaufte erwachsene Mitglieder und setzt sich aus 15 Kirchenkreisen zusammen, an deren Spitze ein verantwortlicher Pfarrer steht. Ihre 362 Gemeinden werden von 435 ordinierten Pfarrern geleitet.
  Ein Schwerpunkt der Arbeit der Kirche liegt auf der Aus- und Weiterbildung auf verschiedenem Niveau. Sie unterhält Krankenhäuser, Gesundheitsstationen und soziale Zentren. Die Kirche unterhält Kindergärten, mehr als 320 Grund- und Oberschulen mit zum Teil praktischer Ausbildung. Sie unterhält 2 Bibelschulen und hat die Freie Universität im Land der großen Seen (ULPGL) mit begründet. Die Sprachen der Kirche sind Kisuaheli und Französisch, zunehmend auch Englisch. Aktivitäten und Projekte werden von den Gemeinden selbst in die Wege geleitet und meistens selbst durch Kleinprojekte zur Selbstfinanzierung umgesetzt.
  In diesen Zeiten fehlender staatlicher Strukturen und katastrophaler Kriegsauswirkungen im Kongo organisieren die Kirchen das soziale Leben, beherbergen Flüchtlinge, versorgen Kriegswaisen, bilden Frauen weiter, halten Seminare nicht nur zur Evangelisation, sondern auch zur Gesundheitsvorsorge und zur Friedensvermittlung ab.
  Die CBCA ist Mitglied der Kirche Christi im Kongo - Eglise du Christ au Kongo - ECC, der Vereinigung 65 protestantischer Kirchen im Kongo, der Konferenz für Gesamt-Afrika (CETA) und der babtistischen Weltallianz (ABM). Welche Wertschätzung die Kirche genießt, ersieht man aus der Wahl ihres Leiters zum Vorsitzenden des neu gewählten Senats in der Hauptstadt Kinshasa (Mai 2003). Die CBCA ist ein Mitglied der Vereinten Evangelischem Mission, einem Zusammenschluss von Kirchen in 3 Erdteilen.

Der Kirchenkreis Kalungu ...


... besteht aus 16 Gemeinden, von denen wegen des Krieges einige nicht mehr lebendig sind. Die anderen sind durch die große Zahl der Flüchtlinge angewachsen und belastet. Durch Kriegshandlungen, Überfälle und Vertreibung ist die Bevölkerung verarmt. Hunger und Krankheiten nehmen zu. Projekte zum Unterhalt der Gemeinden und zur Hilfe für die Menschen können mit großem persönlichen Einsatz und auch mit finanzieller Unterstützung von Partnern im Ausland durchgeführt werden.

Die Partnerschaft


Seit vor 13 Jahren hoffnungsvoll die Partnerschaft zwischen Kalungu und Köln-Rechtsrheinisch aufgenommen wurde, soll sie die Einheit der Kirchen bezeugen, Vertrauen schaffen und Brücken in der Welt bauen über alle Grenzen hinweg. Sie setzt Zeichen der Hoffnung. Die Partner lernen, Verantwortung für einander zu übernehmen und wechselseitig von einander zu lernen.
  Um das zu erreichen, braucht es nicht nur einen lebhaften Schriftwechsel, sondern auch regelmäßige Besuche, um sich kennenzulernen, die je eigene Kultur zu erklären, Argumente auszutauschen und gemeinsame Projekte zu entwickeln. Jeweils zweimal hat ein solcher Besuch in Köln und Afrika stattgefunden. Er wurde von vielen nicht nur als interessant, sondern auch als bereichernd und motivierend erlebt. Weitere Besuche wurden durch die Kriegssituation verhindert.
  Um die Vorhaben umzusetzen, arbeiten in Köln und Umgebung 7 Gemeinden für die Kirchenkreispartnerschaft mit Kalungu zusammen. Ein großes Projekt zur Unterstützung der Landbevölkerung wurde 1996 finanziert, fertiggestellt und weitergeführt: Die Entbindungsstation in Kalungu, die zum Gesundheitszentrum ausgebaut wird. Aber es ist nicht das Geld allein, das unsere Geschwister tröstet und ihnen Mut zum Überleben gibt, sondern die damit ausgedrückte Anteilnahme und Hilfsbereitschaft der Menschen hier in Deutschland und auch die beim katastrophalen Ausbruch des Vulkans in Goma erfahrene Solidarität der Geschwister aus Brasilien und Taiwan.
  Darum engagieren sich die Gemeinden hier auch weiterhin, schreiben Briefe, organisieren Gemeinde- und Partnerschaftsfeste, feiern Gottesdienste, um die Verbindungen am Leben zu halten und zu vertiefen.

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