Kirche und Umwelt
Schöpfungsglaube als christliche Kernkompetenz
Wer seine Mitmenschen nach Motiven für umweltbewusstes Handeln befragt, erfährt vielerlei Gründe. Häufig werden die Sorge um das eigene Wohlbefinden, den Lebensraum insgesamt, die Zukunft der eigenen Kinder genannt.
Aber selbst manche Umweltaktivisten werden einsilbig, wenn Gründe jenseits des "aufgeklärten Eigennutzes" gefragt sind. Hier setzt der Glaube von Christinnen und Christen an: Was Gott in liebevoller Zuwendung den Menschen als Lebensgrundlage in ihre Obhut gab, hat einen Eigenwert weit über den bloßen Nutzen hinaus.Motivation und Kenntnisse im Alltagshandeln
Christlicher Schöpfungsglaube braucht für die Umsetzung in das Alltagshandeln sowohl Kenntnisse aus Natur und Technik als auch immer wieder neue Motivation. Denn "Sachzwänge" des Alltags wie Know-How-Verlust durch Wechsel von Akteuren, Finanzknappheit und Zeitmangel erfordern beharrliches Gegensteuern.
Im Ev. Kirchenverband Köln und Region besteht seit 1993 ein Arbeitskreis Energiefragen und Ökologie, in dem die 4 Umwelt-Beauftragten der Kölner Kirchenkreise, ein Energieberater, Vertreter des Vorstands und eines kirchlichen Wohnungsbauunternehmens mitwirken. Der Arbeitskreis berät den Bauausschuss, führt Schulungen durch, erarbeitet Beratungsmaterial und initiiert sowohl praxisorientierte als thematische Aktionen. Hervorzuheben sind:
Im Ev. Kirchenverband Köln und Region besteht seit 1993 ein Arbeitskreis Energiefragen und Ökologie, in dem die 4 Umwelt-Beauftragten der Kölner Kirchenkreise, ein Energieberater, Vertreter des Vorstands und eines kirchlichen Wohnungsbauunternehmens mitwirken. Der Arbeitskreis berät den Bauausschuss, führt Schulungen durch, erarbeitet Beratungsmaterial und initiiert sowohl praxisorientierte als thematische Aktionen. Hervorzuheben sind:
- die Vergabe von zwei Umweltpreisen (1996 und 2001),
- Positivlisten zu umweltverträglichen Farben und Dämmstoffen,
- eine Informationsschrift zur 'Aktion Licht' der Landeskirche,
- die Fastenaktion 2002 der EKiR "Energiefasten - ohne Energieverschwendung leben", die aus dem Arbeitskreis hervorging.
Schöpfungsglaube als Tat-Sache verankern
Das ökumenische Pilotprojekt Kirchliches Umweltmanagement (nach dem europäischen Umwelt-Audit-System EMAS II), das bundesweit in 16 Einrichtungen und Gemeinden durchgeführt wurde, hat Möglichkeiten aufgezeigt, schöpfungsbewusstes Alltagshandeln als verbindlichen Standard in kirchlichen Einrichtungen zu etablieren. Die resultierenden Kenngrößen sind bundesweit (auch extern) vergleichbar.Mittlerweile sind bundesweit in 175 Einrichtungen und Gemeinden Maßnahmen zum Umweltmanagement eingeführt oder in Vorbereitung. Der Arbeitskreis 'Energiefragen und Ökologie' des EKV Köln und Region steht mit verschiedenen Akteuren in Verbindung, um einerseits im eigenen Bereich Mitwirkende zu gewinnen und andererseits die Teilnahme an Schulungsmaßnahmen zu organisieren.
