Ein Mensch pflückt, denn man merkt es kaum ...

... ein Blütenreis von einem Baum.
 
Ein andrer Mensch, nach altem Brauch,
denkt sich, was der tut, tu ich auch.
 
Ein dritter, weil's schon gleich ist, fasst,
jetzt ohne Scham den ganzen Ast.
 
Und sieh, es folgt ein Heer von Sündern,
den armen Baum ganz leer zu plündern.
 
Von den Verbrechern war der erste,
wie wenig er auch tat, der schwerste.
 
Er nämlich übersprang die Hürde
der unantastbar reinen Würde.

Eugen Roth: Das Böse

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"Das Böse": Ein bemerkenswertes Gedicht von Eugen Roth
Vor mehr als 7 Jahren entstanden und immer noch aktuell
Frei nach der Geschichte zur Zeitvermehrung von Lothar Zenetti
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